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Chamuel: Endlich wieder viel OL!

mit Struuss unterwegs in Portugal
mit Struuss unterwegs in Portugal

Während der Verletzungsphase trainierte ich hohe Umfänge. Während den Schulferien reiste ich mit Järla Orientering nach Portugal und strampelte auf dem Rennvelo. Danach genoss ich nochmals den Winter im Goms und trainierte auf der Rolle, im Wasser und auch auf den Langlaufski. Nach sechs Wochen Rehabilitation durfte ich endlich wieder etwas Rennen. Im Trainingsweekend mit dem Juniorenkader in Zofingen machte ich zum ersten Mal wieder OL und genoss es in vollen Zügen.

Eine Woche danach startete ich am 1. Nationalen. Der siebte Schlussrang ist sicherlich zufriedenstellend. Das Rennen war sehr eng und technisch habe ich doch noch einige Fehler gemacht.

Rangliste

 

Fehler zu Posten 5, 10 und 11
Fehler zu Posten 5, 10 und 11

Eine Woche danach stand die Nacht-OL-SM in der der Nordwestschweiz auf dem Programm. Natürlich war ich hochmotiviert, auch wenn ich wusste, dass die Vorbereitung nicht optimal war. Ein Nacht-OL Training musste reichen, dazu erst ein Intervalltraining. Unter der Woche war ich dann erkältet und musste das Training reduzieren. Einen Podestplatz an der NOM verpasste ich aber nicht deshalb, sondern weil die ersten 20 Minuten des Laufes geprägt waren von vielen Fehlern. Drei Minuten Rückstand nach knapp einem Drittel ist viel zu viel und so kann ich mit dem fünften Schlussrang zufrieden sein. Die Enttäuschung war aber doch gross, es wäre mehr möglich gewesen.

Videobericht Swiss Orienteering Grandslam

Rangliste

GPS

enorm schwieriges Gelände in Ungarn
enorm schwieriges Gelände in Ungarn

Gleich danach reiste ich mit dem Regionalkader ins Tessin, wo ich vier anspruchsvolle Trainings als Testlaufvorbereitung machen konnte. Direkt aus dem Tessin reiste ich dann mit Andrin und Jonas Gründler nach Ungarn. Etwas südlich von Budapest trainierten wir sechs Tage in den ganz flachen Wäldern. Diese waren sehr abwechslungsreich. Es gab Gebiete, die enorm grün waren und man wie in einem Labyrinth die Durchgänge finden musste. Beim ersten intensiven Training in einem solchen Gebiet wurde mir auch ganz klar aufgezeigt, dass man die Posten nur findet, wenn man von Start bis Ziel konzentriert und fokussiert bleibt. Sich in einem solchen Labyrinth aufzufangen braucht viel Zeit. Dagegen gab es aber auch Wälder und offene Gebiete, in denen man enorm weit sah und man möglichst keinen Meter Umweg laufen sollte.

Kaum zurück aus Ungarn ging es wieder ins Tessin. Zwei Worldranking-Wettkämpfe im Rahmen der Testläufer der Elite für die EM standen auf dem Programm. Für mich war es vor allem einen Test für die Juniorentestläufe, die in ähnlichem Gelände stattfinden. Mit dem Sprint in Novaggio und einem Top-30-Rang (Elite) bin ich zufrieden, der Middle war dann aber eine Enttäuschung. Mein Lauf war zwar vom Gefühl her sehr gut, trotzdem verlor ich deutlich zu viel Zeit. Eine schlechte Route, nicht die frischesten Beine in den Uphills und sehr zögerliche Downhills führten zu dem grossen Rückstand. In diesen beiden Wettkämpfen wurde uns Junioren aber auch eindrücklich aufgezeigt, dass der Unterschied zu den Elite-Weltmeister doch noch riesig ist ;)

Rangliste WRE Sprint

Rangliste WRE Middle

Sehr erfreuliche Neuigkeiten darf ich bezüglich Sponsoring mitteilen. Seit dem März werde ich von der Stiftung Basel ist Sport unterstützt. Als Hauptsponsor dürfen Noah und ich zusammen die Sportklinik Rennbahn präsentieren.

Basel ist Sport ist Teil des Sportnetzwerks in der Nordwestschweiz und konzentriert sich auf die Vermittlung von Unterstützungsbeiträgen zugunsten des nicht kommerziellen Nachwuchs- und Spitzensports. Das ich als einer von zwölf Athleten von ihrer sehr grosszügigen Unterstützung profitieren darf, macht mich natürlich stolz.

Website mit Profil von mir

Die Rennbahnklinik war die erste Sportklinik der Schweiz. Der Fakt, dass die Besten der Welt wie zum Beispiel Novak Djokovic bereits in der Rennbahnklinik behandelt wurde, zeigt die riesige Kompetenz. Als Hauptsponsor ist ihr Logo auf unserem Dress.

Website

 

Im Wochenblatt Birseck und Dorneck erschien einen Bericht über Noah und mich. Ihr könnt ihn hier nachlesen.

Wie geht es weiter? An diesem Wochenende steht die Staffel-SM an. Morgen Samstag findet im Rahmen eines nationalen Wettkampfes der interne Selektionslauf für das erste Team vom Sonntag an. Gleich am Sonntag reise ich mit dem nationalen Juniorenkader für eine Woche nach Südfrankreich. Eine super Gelegenheit, viele Posten  anzulaufen und an der Technik zu feilen. Gleich nach dem letzten Schultag im Gymnasium beginnen dann die Testläufe für die Junioren-WM  im Tessin. Der nächste Monat gilt der Fokus deshalb natürlich ganz alleine diesen Wettkämpfen.

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Brüder aus Münchenstein, BL

beide im Nationalkader von Swiss Orienteering

30 SM-Medaillen

3 internationale Medaillen

12 internationale Top-Ten Ränge



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Sponsoren

Fotos: u. a. Rémy Steinegger, Red Bull